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Himbeere

Wie bei der Erdbeere, handelt es sich bei der Himbeere botanisch nicht um eine Beere sondern um eine „Sammelsteinfrucht“: aus einer Blüte entstehen viele kleine Steinfrüchte die als Fruchtverband eine Einheit bilden.

Der Name Himbeere kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie „Beere der Hirschkuh“. Vermutlich weist dieser auf den favorisierten Standort der Himbeere an Waldrändern und auf Waldlichtungen hin. Deshalb wird die Himbeere auch Hirschbeere genannt.

Die Himbeere zählt zu den ältesten Kulturfrüchten und gilt seit dem Altertum als Heilpflanze, denn sie ist eine echte Vitaminbombe. Zusätzlich bereichern die Mineralstoffe Zink, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium die Frucht. Durch das Zusammenspiel dieser Stoffe wirkt die Beere bei vielfältigen Beschwerden, vor allem auch bei frauenspezifischen Leiden.

Nicht nur die Früchte der Himbeere haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, sondern auch ihre Blätter. Aus Himbeerblättern zubereiteter Tee wirkt bei Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden und kann zum Gurgeln bei Entzündungen in Mund und Rachen verwendet werden.

Der Himbeerstrauch gehört zu den Rosengewächsen. Das Wurzelwerk ist ausdauernd (mehrjährig), die Triebe nicht. Es wird zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden. Je nach Sorte können die Himbeeren zwischen Juni und September geerntet werden. Es sollten nur voll ausgereifte Früchte genommen werden, denn Himbeeren reifen nicht nach. Da sie sehr empfindlich sind und sich nicht lange halten, empfiehlt es sich, nicht zu viele Früchte auf einmal zu ernten, sondern nur so viele, wie man gleich essen oder verarbeiten kann.

Luxemburg: 1t Himbeeren produziert in 2016 (FAOSTAT)